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pt Januar 2022

KGG und T-RENA: Kernkompetenz in Physiotherapie-Praxen schärfen

In der Vergangenheit war die Umsetzung der Position Krankengymnastik am Gerät (KGG) recht zäh und mühselig. Schon bei der Gründung einer Praxis mussten sich die Verantwortlichen entscheiden, ob sie KGG in ihrer Einrichtung anbieten möchten oder nicht.

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proxomed

Es stellt sich die Frage: Machen oder lassen? Vermutlich fühlen sich die Kollegen aus der Branche der Behandlung an der Bank immer noch mehr verbunden als der aktiven Behandlung im Rahmen der medizinischen Trainingstherapie. In den letzten Jahren rückte die Hands-off Therapie und das aktive Arbeiten an der Ursache zunehmend in den Vordergrund. In der Vergangenheit war die Situation sowohl für Zuweiser, als auch für Praxen in dieser Hinsicht nicht einfach. Für die Zukunft sollten sich Verantwortliche mit neuen Perspektiven auseinandersetzen.

ICD10-Codes als budgetneutrale Leistungen nutzen

Gerade die Anwendung der zutreffenden ICD10-Codes auf dem Verordnungsformular über die besonderen Verordnungsbedarfe (BVB) bietet einen hohen Nutzen für alle Beteiligten. Denn so lässt sich langfristig betrachtet, mit der richtigen Therapie und der korrekt angewendeten Verordnungsmenge, der Einsatz der Heilmittel sinnvoll steuern. Die budgetneutrale Leistung schafft außerdem eine Auflösung der geriatrischen Brennpunkte im Wartezimmer der Zuweiser.

Wie kann eine Praxis Zuweiser erreichen und aufklären?

Zunächst einmal sollten die Betroffenen mit ihrer individuellen Situation und ihren persönlichen Bedürfnissen im Mittelpunkt der Therapie stehen. Um die Zuweiser mit ins „Boot“ zu holen, sollte man sich über das gemeinsame Ziel verständigen: eine optimale Versorgung mit budgetneutralen Leistungen. Wir bieten hier eine von uns durchgeführte Fortbildung für Ihre Zuweiser als Schlüssel zum Erfolg an – entweder online oder auch direkt in der jeweiligen Einrichtung. Darüber hinaus haben wir ein Fortbildungsangebot zum Patienten-Manager für Angestellte im Portfolio.

Wie können Patienten in drei Phasen zum Selbstzahler werden?

Wichtige Eckpfeiler sind alle Prozesse rund um Befunderhebung und Behandlung der Betroffenen. Aus diesem Grund entwickelten wir bereits vor über zehn Jahren das 3-Phasen-System mit Akut-, Aufbau- und Erhaltungs-Phase. Dabei war die Kommunikation der Physiotherapeuten in der Aufklärung zu Behandlungsverlauf und angewendeter Therapie für uns der Ansatz. Im Vordergrund der proxomed-Bewegungstherapie steht die frühzeitige Aufklärung der Betroffenen über den langfristigen Therapieplan, der die Motivation für das Weiterführen der Trainingstherapie steigern soll. So erfolgt eine systematische Überleitung vom Patienten zum Selbstzahler.

Zulassungskriterien und Re-Finanzierung

Zwingend bei der Auswahl des Geräteherstellers ist eine Zertifizierung der Produkte im Rahmen der Medical Device Regulation (MDR, früher MPG). Bei einem Schadensfall beziehungsweise Unfall wird dies geprüft. Sollten in einer Praxis nicht zertifizierte Geräte zum Einsatz kommen, könnte es zu einer Regressforderung kommen. Die Konformitätserklärung ist dabei ein wesentlicher Indikator der Hersteller. Ebenso sind Praxen dazu verpflichtet, mess- sowie sicherheitstechnische Kontrollen (MTK und STK) durchführen zu lassen.

Zudem braucht die Praxis 30 Quadratmeter für das in sich geschlossene Angebot innerhalb der Einrichtung. Zur verpflichtenden Geräteausstattung gehören zwei einzelne Seilzüge (Abstand 1 Meter, auch als Standversion möglich) mit Trainingsbank, Funktionsstemme, Vertikal-Zugapparat, Winkeltisch oder hinterer Rumpfheber sowie Zubehör (Fußmanschette, et cetera). Es ist auch möglich, sich die genannten Positionen als Groß- beziehungsweise Kombi-Gerät anzuschaffen. Die Beratung durch Medizinprodukteberater ist dabei sinnvoll.

Jede Investition muss sich lohnen. Bei optimaler Auslastung von drei Patienten in der KGG lässt sich ein Umsatz von 120 Euro pro Stunde erwirtschaften. Strukturiert und mit unserer Unterstützung gut geplant, kann eine Praxis bei lediglich vier Gruppen pro Woche schon einen Umsatz von knapp über 2.000 Euro im Monat erwirtschaften.

Sollte eine Praxis auch T-RENA anbieten?

T-RENA bedeutet trainingstherapeutische Reha-Nachsorge und ist ein Kernangebot der Deutschen Rentenversicherung. Die medizinische Rehabilitation der Rentenversicherung stellt eine wichtige Säule in unserem Gesundheitswesen dar. Um die durch die medizinische Rehabilitation eingetretenen Erfolge weiter zu verbessern oder nachhaltig zu sichern, können im Anschluss an eine stationäre oder ganztägig ambulante medizinische Rehabilitation ergänzende Leistungen erforderlich sein. Dazu gehören gesundheitsbezogene Verhaltens- und Lebensstiländerungen, die Entwicklung eines adäquaten Umgangs mit einer Erkrankung sowie Verhaltens- und Erlebensänderungen im Erwerbskontext. Dabei handelt es sich oft um länger andauernde (Lern-)Prozesse, die eine in der Regel wohnortnahe (berufsbegleitende) Fortführung der begonnenen Therapien notwendig machen. Bei Menschen mit Beeinträchtigungen am Haltungs- und Bewegungsapparat (ungeachtet der Grunderkrankung) ist die trainingstherapeutische Reha-Nachsorge (T-RENA) von besonderer Bedeutung, da die Steigerung der allgemeinen und speziellen Leistungs- und Belastungsfähigkeit durch gerätegestütztes Training insbesondere in Bezug auf das Erwerbsleben einen hohen Stellenwert für die medizinische Rehabilitation der Rentenversicherung besitzt.

Was bedeutet das für die Physiotherapie?

Wer diese Position mit anbieten möchte, braucht die folgende Ausstattung: Mindestens sechs Geräte (je zwei für obere und untere Extremitäten sowie Rumpf), Matten, Hanteln, Therabänder, Hocker, Keilkissen und Lagerungshilfen, Kardiogerät (möglichst mit Herzfrequenzmessung), Zugapparat, freie Gewichte sowie eine Möglichkeit für sensomotorisches Training. Wer bereits KGG im Angebot hat, sollte sich überlegen, den Bereich T-RENA zu ergänzen. Man benötigt lediglich fünf Quadratmeter zusätzlich pro Gerät. Die für die KGG angeschafften Geräte können auch für T-RENA eingesetzt werden.

Folgende Vergütungen lassen sich erwirtschaften:

  • 49,99 Euro einmaliges Einweisungstraining (nur bei Gruppentraining)
  • 8,51 Euro pro Behandlungseinheit bei Gruppentraining
  • 15,95 Euro pro Behandlungseinheit bei Einzeltraining (begründeter Ausnahmefall)

Natürlich binden auch die Abrechnung und der Verwaltungsaufwand Personal und Zeit. Wenn die Angebote gut geplant werden und die Patienten den Wert der aktiven Trainingstherapie erkennen, lassen sich auf diesem Weg aber durchaus relevante zusätzliche Einnahmen für die Einrichtung generieren. Wenn Menschen für sich persönlich wichtige Ziele identifiziert haben, sind sie in der Regel auch aufgeschlossen gegenüber aktiven Maßnahmen. Hier ist es wichtig, dass die Praxis die Patienten im Rahmen des einrichtungsspezifischen Leistungsportfolios kommunikativ abholt und weiterführende Leistungen während und nach der Behandlung anbietet.

Jetzt durchstarten!

Die Angebote KGG und T-RENA können sich wirtschaftlich lohnen, wenn im Vorfeld verschiedene Punkte beachtet werden. So wird für die Patienten und auch für die Einrichtung selbst und das Praxispersonal ein abwechslungsreiches Angebot geschaffen.

Ich kann nur empfehlen, dass interessierte Einrichtungen mit unserem proxoconsult-Team sprechen und einen unverbindlichen Beratungstermin vereinbaren, um im Vorfeld gewisse Hürden gemeinsam zu nehmen. Schon im Zulassungsprozess unterstützen wir. Darüber hinaus bietet proxomed mit proxoconsult hier eine wertschöpfende Symbiose aus projektbezogener Beratung mit medizinisch zertifizierten Produkten nach neusten Richtlinien (MDR).

Anmerkung

Dieser Innovationsbeitrag erscheint außerhalb des Verantwortungsbereichs der Herausgeber und der Redaktion der pt Zeitschrift für Physiotherapeuten.

Dieser Artikel ist erschienen in

pt Januar 2022

Erschienen am 11. Januar 2022