„Ich will den Reißverschluss meiner Jacke alleine zumachen“, „Ich will wie die anderen Kinder Fahrrad fahren“, „Ich mag mein Schnitzel mit Messer und Gabel schneiden.“ Diese oder ähnliche Anliegen äußern Kinder und Jugendliche, die zur Rehabilitation zu den Experten nach Vogtareuth kommen. Für ein Kind mit Hemiparese ist es nicht so wichtig, ob sich ein Kraftwert von zwei auf drei erhöht oder sich die Beweglichkeit des Handgelenkes um fünf Grad verbessert. Es möchte sich bewegen, aktiv sein und mit seinen Freunden mithalten können.

Aus Studien wissen wir, dass die Constraint-Induced Movement Therapy (CIMT) mit ihren klassischen Elementen – Restriktion des gesunden Armes und unimanuelles Training der betroffenen Hand – bei Kindern mit unilateraler spastischer Zerebralparese zu signifikanten Verbesserungen der Funktionen der oberen Extremität führt (1, 2). Doch es gibt nach wie vor keine ausreichende Evidenz dafür, dass diese Verbesserungen auch bewirken, dass die Kinder die erlernten Bewegungen in ihrem Alltag nutzen und so in ihrem alltäglichen Handeln profitieren.