Ein Patient kommt wegen Nackenverspannungen, Kopfschmerzen und Tinnitus zur Physiotherapie. Durch einen Schlag auf das rechte Ohr hat er einen Riss im Trommelfell erlitten und ist deswegen in Behandlung bei einem HNO-Arzt. Die Physiotherapeutin prüft, ob diese Ohrproblematik die anderen Symptome beeinflusst und führt den Weber- und den Rinne-Test durch.

Hintergrund

In der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) wird mithilfe der Stimmgabelüberprüfung, einer subjektiven Hörprüfung (1), die Schallleitungs- von einer Schallempfindungsschwerhörigkeit unterschieden. Dazu werden zwei Assessments durchgeführt: Weber- und Rinne-Test. Im Zusammenhang ist eine Zuordnung der Art der Schwerhörigkeit möglich. Durch die Tests kann die Schwerhörigkeit auch anatomisch lokalisiert werden. Die Schallleitungsstörung entsteht durch einen Schaden im Gehörgang oder im Mittelohr. Die Ursache für eine Schallempfindungsstörung liegt in der Kochlea oder in den neuralen Strukturen des Hörsystems. Ein Hörverlust wird mit den Stimmgabeltests nicht direkt gemessen (2).