Forschung & Evidenz: Evidenz-Update
pt Januar 2022

Knie-TEP: Hat Physiotherapie einen Einfluss auf den langfristigen Einsatz von Opioiden?

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Die Anzahl der operativen Eingriffe mit Implantation eines künstlichen Kniegelenks steigt stetig an. In den USA prognostizieren Experten bis 2030 einen Anstieg auf 3,5 Millionen Knie-TEP-Operationen pro Jahr. 20 bis 30 Prozent der Betroffenen leiden unter persistierenden Schmerzen (> drei Monate) und ein wesentlicher Anteil dieser Menschen mit Knie-Totalendoprothese (TEP) benötigt dann langfristig Opioide. In der Literatur wird berichtet, dass zwischen 35 und 54 Prozent der Personen, die vorher schon einmal Opioide eingenommen haben, dann auch nach dem Eingriff am Kniegelenk wieder Opioide nehmen, häufig langfristig. Bei Menschen ohne Opioid-Erfahrung liegen die Werte zwischen fünf und acht Prozent. Bisher ist unbekannt, ob der Einsatz von Physiotherapie vor und nach dem Eingriff einen Einfluss auf die Notwendigkeit für diese starke Schmerztherapie hat.

Dies untersuchte nun ein Forschungsteam aus den USA im Rahmen einer Kohortenstudie. Für die Analyse griffen die Forschenden auf bestehende Daten aus den Jahren 1999 bis 2018 zurück. Insgesamt standen die Datensätze von 67.322 Betroffenen ab 40 Jahren mit Knie-TEP zur Verfügung. Das Autorenteam stratifizierte die Informationen nach dem Opioidgebrauch und extrahierte außerdem folgende Informationen:

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Erschienen am 11. Januar 2022