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Nein, so das Ergebnis dieser japanischen Studie. Die Wissenschaftler teilten 104 stationäre Patienten nach dem Einsetzen einer Knie-Totalendoprothese (TEP) zufällig in zwei Gruppen ein. Während die Kontrollgruppe (n = 47) die Standard-Nachbehandlung erhielt, bekamen die Teilnehmer der Experimentalgruppe (n = 57) zusätzlich noch eine intensive frühfunktionelle Nachbehandlung, zum Beispiel mit funktioneller Beinkräftigung in Form von Aufstehen und Hinsetzen, Seitwärtsgehen oder auf eine Stufe auf- und absteigen. Primäre klinische Zielgröße nach zwei Wochen war die Selbstständigkeit im Alltag, gemessen mit Barthel-Index (BI) und Functional Independence Measure (FIM). Nach zwei Wochen unterschieden sich die beiden Gruppen nicht, weder im BI noch im FIM. Daher schlussfolgern die Autoren, dass eine zweiwöchige intensive frühfunktionelle Nachbehandlung bei Knie-TEP der Standard-Nachbehandlung nicht überlegen ist.