In einer multizentrischen Studie (VERITAS) in North Carolina/USA wurden Patienten zehn Tage vor ihrem geplanten unilateralen Kniegelenkersatz in zwei Gruppen randomisiert: virtuelle oder herkömmliche Physiotherapie. Sie hatten weder ein vorausgegangenes Trauma, noch wurden Komplikationen erwartet (Risk Assessment and Prediction Tool Score ≥ 6). Noch vor der Operation wurde die Technik für die anschließende virtuelle Rehabilitation bei den Patienten der Interventionsgruppe zu Hause installiert und die Patienten  entsprechend eingewiesen. Über das virtuelle VERA-System (Virtual Exercise Rehabilitation Assistant) erhielten die Patienten Übungsempfehlungen mit visuellen und akustischen Anweisungen. Ihre Bewegungen wurden dreidimensional erfasst und sie erhielten direktes Feedback zur Übungsausführung. Außerdem gab es wöchentliche Videokonferenzen mit dem betreuenden Physiotherapeuten zur Therapiesteuerung.