Forschung & Evidenz: Evidenz-Update
pt Januar 2021

Knie-TEP: Ist eine zielgerichtete ambulante Rehabilitation effektiv für Patienten mit einem erhöhten Risiko für schlechte Ergebnisse?

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Prinzipiell ist die Implantation einer Knieendoprothese effektiv zur Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung bei Patienten mit fortgeschrittener Arthrose. Allerdings sind trotzdem rund 20 Prozent der Patienten mit dem postoperativen Ergebnis unzufrieden. Physiotherapie spielt in der Nachbehandlung zwar eine wichtige Rolle, die Inhalte für die Rehabilitation variieren aber im internationalen Vergleich. In Ländern wie Australien oder den USA gibt es postoperativ eine längere stationäre Rehabilitation. In Großbritannien ist die stationäre Phase hingegen kurz; dort werden die Patienten typischerweise schon drei bis fünf Tagen postoperativ entlassen. Ob ein Mehr an therapeutischem Kontakt die Rehabilitationsergebnisse verbessert, wird diskutiert.

Im Rahmen der sogenannten TRIO-Studie (Targeted Rehabilitation to Improve Outcome) schlossen Forscher insgesamt 334 Patienten aus 13 Kliniken ein. Alle Patienten erhielten die übliche operative Versorgung mit anschließender Physiotherapie zur Verbesserung der Beweglichkeit. Sechs Wochen nach der Operation prüften die Forscher die Eignung der Patienten für die Studie. Eingeschlossen werden konnten Patienten mit Knie-TEP und einem Risiko für ein schlechtes Therapieergebnis. Dies evaluierten die Forscher mit dem Oxford Knee Score sechs Wochen postoperativ. Wer zu diesem Zeitpunkt nur 26 Punkte oder weniger erreichte, galt als gefährdet. Patienten, die nicht in der Lage waren, am Programm teilzunehmen oder die Knie-TEP nur zur Schmerzerleichterung bekommen hatten, schlossen die Forscher aus. Ebenso ungeeignet waren Patienten mit komplexen Revisionsoperationen.

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pt Januar 2021

Erschienen am 12. Januar 2021