Orthopädie

Dieser Frage gingen Forscher aus Dänemark nach. Sie analysierten die Daten von insgesamt 24.513 Patienten mit Knie- beziehungsweise Hüftarthrose, die an einem achtwöchigen Übungsprogramm mit Edukation teilgenommen hatten. Das Programm heißt GLA:D und besteht aus zwei Einheiten mit Informationen und Beratung sowie zwölf Einheiten mit Übungstherapie unter Supervision eines Experten. Dokumentiert wurden unter anderem körperliche Funktionsfähigkeit, Schmerzen und Lebensqualität. In dieser Auswertung legten die Forscher den Fokus dann auf die Komorbiditäten der Patienten und untersuchten den Zusammenhang der zusätzlichen Erkrankungen mit den Therapieerfolgen – sowohl kurz- als auch langfristig nach einem Jahr.

Patienten mit vielen Komorbiditäten wiesen zu Beginn der Untersuchung eine wesentlich schlechtere Funktionsfähigkeit und mehr Schmerzen als die gesünderen Patienten auf. Die erreichten Verbesserungen waren aber vergleichbar. Die Forscher schlussfolgern, dass die Komorbiditäten keinen negativen Einfluss auf den Therapieerfolg haben.

Quelle: Pihl K, et al. 2020. Associations between comorbidities and immediate and one-year outcomes following supervised exercise therapy and patient education – A cohort study of 24,513 individuals with knee or hip osteoarthritis. Osteoarthritis Cartilage Nov 18 [Epub ahead of print] Volltext frei

Link zum Abstract: pt.rpv.media/ncbi33220446