Türkische Forscher randomisierten 65 ambulant betreute Patienten mit Fußulzera Grad eins bis zwei (Klassifikation nach Wagner) bei Typ-2-Diabetes in zwei Gruppen: Die Kontrollgruppe wurde ausschließlich mit der gängigen Wundversorgung therapiert, die Interventionsgruppe führte zusätzlich täglich für zwölf Wochen Fußübungen durch. Insgesamt 60 Patienten beendeten die Studie. Zu Studienbeginn sowie nach vier, acht und zwölf Wochen wurden Größe und Tiefe der Ulzera gemessen. Beide Parameter verbesserten sich stärker in der Interventionsgruppe: So wurden signifikante Unterschiede in der Größe der Geschwüre in der vierten und zwölften Woche im Vergleich zu Studienbeginn gemessen, bei der Kontrollgruppe gab es nur am Studienende Verbesserungen im Vergleich zur Ausgangssituation. Auch hinsichtlich der Tiefe der Ulzera schnitten die Übenden besser ab. Dabei ist anzumerken, dass die Interventionsgruppe bereits anfangs kleinere und weniger tiefe Ulzerationen aufwies. Die Autoren empfehlen deswegen für die verbesserte Wundheilung die Integration von Fußübungen in die Nachbehandlungsschemata für Patienten mit Typ-2-Diabetes und Fußulzera.