Zur Beantwortung dieser Frage schlossen Forscher 72 Patienten mit Kolorektalkarzinom im Stadium zwei bis drei in ihre Studie ein. Sie wurden per Zufall in zwei Gruppen eingeteilt: sechswöchiges Heimtraining (n = 38) oder herkömmliche Versorgung (n = 34). Ziel des Heimtrainings war die Steigerung des Aktivitätslevels auf 18 MET-Stunden pro Woche (MET = metabolic equivalent task). An der Nachuntersuchung nahmen fast 21 Prozent der Patienten nicht teil: Sie hatten kein Interesse oder medizinische Gründe. 57 Patienten schlossen die Studie ab. Im Vergleich zur Kontrollgruppe kam es in der Trainingsgruppe zu signifikanten Verbesserungen hinsichtlich Aktivitätslevel und Fitnesszustand. Das Aktivitätslevel stieg in der Übungsgruppe beispielsweise um rund 269 Minuten pro Woche an. Der Unterschied zwischen den Gruppen lag hier bei durchschnittlich 255 Minuten. Auch im Step-Test sowie im Push-Up-Test schnitten die Patienten der Interventionsgruppe signifikant besser ab als die Teilnehmer mit herkömmlicher Versorgung. Die Autoren schlussfolgern, dass ein sechswöchiges Heimtraining, bestehend aus Ausdauer- und Krafttraining, anwendbar und effektiv für diese Patientenzielgruppe ist.