Die durch die Coronapandemie in vielen Bereichen eingeführte Maskenpflicht führte auch zu kontroversen Diskussionen in der Gesellschaft. Viele Menschen befürchten negative Auswirkungen, wenn die Masken über einen längeren Zeitraum oder während Belastungssituationen getragen werden sollen. Zumindest die gefühlte Einschränkung ist oft sehr hoch. Verschiedene Forscherteams beschäftigten sich daher mit der Frage, ob sich die wahrgenommenen negativen Effekte objektiv messen lassen. 

Bereits letztes Jahr publizierten Wissenschaftler aus den USA einen Kommentar zu dieser Frage (1). Sie beleuchteten die physiologischen Auswirkungen beim Tragen von Masken im allgemeinen und auch während des Trainings. Außerdem berücksichtigten die Forscher in der Literaturauswertung spezielle Bedürfnisse von Menschen mit chronischen Erkrankungen in diesem Kontext. 

Auf Basis der einbezogenen Studien gibt es keine Hinweise darauf, dass Masken die Atmung physiologisch messbar beeinträchtigen. Die zugrundeliegenden Arbeiten nutzen während der Untersuchungen meist N95-Masken und fanden, wenn überhaupt, nur marginale Veränderungen der Atemparameter. Die weniger restriktiven medizinischen Masken oder Stoffvarianten dürften daher nach Ansicht der Forscher objektiv betrachtet noch weniger atemeinschränkend sein.