Wenn sich ein Dutzend der weltweit führenden Faszienforscher an einen Tisch setzt, passieren vermutlich wichtige Dinge und der interessierte Physiotherapeut horcht auf. Im August 2018 wurde das Konsenspapier zur Faszienforschung in der Sportmedizin veröffentlicht. Was darin besonders erwähnenswert ist und welche Inhalte eher Grund zu weiterem Abwarten geben, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Eine neue Übersichtlichkeit?

Über Faszien hört und liest man recht viel. Bei den zahlreichen Methoden, Konzepten, Autoren und Forschern, die sich auf diesem Gebiet tummeln, wird es schnell unübersichtlich. Umso größer schien die Erleichterung, als im August 2018 im renommierten British Journal of Sports Medicine ein Konsenspapier zum Thema „Faszienforschung in der Sportmedizin“ erschien (1).

Unterzeichnet von einigen der führenden Forscher – wie Werner Klingler, Robert Schleip, Thomas Findley, Mary Barbe und Andry Vleeming –, sollte die Arbeit in einigen Punkten mehr Klarheit schaffen und mögliche Richtungen für weitere Forschungen und Diskussionen aufzeigen. Den Impuls zur Erarbeitung des Papiers gab die CONNECT-Konferenz, die bereits 2017 an der Universität Ulm stattfand.