Wut, Frust, Tränen und ein schmerzender Glutaeus hinter den Computern auf beiden Seiten der Leitung – so sieht der Lockdown-Alltag vieler angehender Physiotherapeuten und deren Lehrkräften aus. Der praktische Unterricht fehlt dem bewegungsliebenden Schüler, der Lehrplan erdrückt den engagierten Dozenten. 

Das erhoffte, infrastrukturelle Investitionspaket kam vielerorts bisher nicht an, es mangelt an Schulungen für digitale Lehrprogramme, digitalen Lehrkonzepten und technischen Mitteln. Die schulischen Vernetzungen zur Wissensmehrung und der intradisziplinäre Austausch fehlen aus Mangel an Zeit und Möglichkeiten. Dennoch müssen Bildungsinstitute ausbildungsfähig bleiben.

Als absolute Grundvoraussetzung, um Fernunterricht zu gestalten, gelten stabiles LAN/WLAN, mobile Endgeräte bei Schülern und Lehrern sowie Kommunikations- und Lernplattformen. Selbst diese Basisausstattung ist vielerorts nicht vorhanden. Lehrkräfte nutzen private Endgeräte und die Überstundenzahl schnellt nach oben, verstärkt durch die Unkenntnis im Hinblick auf neue digitale Anforderungen.