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Spanische Forscher teilten 169 Kinder mit einer neu aufgetretenen Krebsdiagnose in zwei Gruppen auf: Übungstherapie (n = 68) oder Kontrollgruppe (n = 101). Alle Patienten waren durchschnittlich elf Jahre alt. Das letzte Follow-up erfolgte nach fünf Jahren. Die begleitete Übungstherapie fand statt, während sich die Kinder für Chemotherapien im Krankenhaus aufhielten. Die Intervention dauerte etwa 22 Wochen (Median). Zu den klinischen Zielgrößen gehörten unter anderem Überlebensrate, Rezidive, Metastasen, Krankenhaustage und kardiovaskuläre Funktion. Es gab keine unerwünschten Nebenwirkungen durch das Training. Die Übungsgruppe verbrachte weniger Tage im Krankenhaus, was eine Kostenersparnis von 17 Prozent bedeutete. Auch die Auswurfleistung der linken Herzkammer war in der Interventionsgruppe besser als in der Kontrollgruppe. Die Autoren empfehlen die begleitete stationäre Übungstherapie für Kinder mit Krebserkrankung, da kurzfristig eine herzschützende Wirkung festgestellt werden konnte.