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Diese qualitative Studie stammt aus Schweden. Die Wissenschaftler inkludierten 21 Patienten mit Brust-, Prostata- oder Darmkrebs, die während ihrer Krebstherapie an einer sechsmonatigen Trainingsintervention teilnahmen (Ausdauertraining zu Hause und zweimal wöchentlich begleitetes Krafttraining in der Gruppe). Nach Ende dieser Intervention erfolgten semi-strukturierte Interviews, die zwei Hauptthemen ergaben: 1) Das Bestreben, ein normales Leben zu führen, 2) Einschränkungen durch die Nebenwirkungen der Krebstherapie. Die Patienten schätzten das Training in der Gruppe und die soziale Unterstützung durch Mitpatienten. Sie berichteten über positive Auswirkungen auf körperliche sowie psychische Funktionen. Probleme bereiteten ihnen kognitive und körperliche Einschränkungen sowie Erschöpfung. Kleine Anpassungen im täglichen Leben waren nötig, um ein normales Leben weiterführen zu können, zum Beispiel sich mit Freunden nur zum Kaffee zu treffen, statt für sie zu kochen. Kliniker sollten Patienten, die eine Krebstherapie erhalten, zu körperlicher Aktivität motivieren und sie bei der Anpassung ihres alltäglichen Lebens an die neue Situation unterstützen.