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Amerikanische Forscher befragten insgesamt 640 Patienten anonym, die entweder eine fortgeschrittene Krebserkrankung hatten oder Krebsüberlebende waren. Sie erfragten Symptome, die wöchentliche Trainingszeit und welche Übungshindernisse sie sahen. Patienten, die mindestens 150 Minuten pro Woche trainierten oder anderweitig körperlich aktiv waren, galten als Leitlinien-adhärent. 89 Prozent der Befragten beantworteten alle Fragen über ihre Übungsgewohnheiten: Nur 44 Prozent der Krebsüberlebenden und 34 Prozent derjenigen mit fortgeschrittener Erkrankung hielten sich an die Leitlinien-Empfehlungen. Bei den Krebsüberlebenden zeigten jene mit guter Adhärenz weniger Fatigue und eine bessere Gedächtnisleistung. Über 70 Prozent der Erkrankten im fortgeschrittenen Stadium und 47 Prozent der Krebsüberlebenden gaben an, dass sie seit ihrer Diagnose weniger trainieren. Häufig genannte Hindernisse waren mangelnde Zeit und die Belastung durch die Erkrankung. Das Interesse an einer Steigerung des Trainingsumfangs war allerdings groß. Dementsprechend könnten Therapeuten hier vielleicht in ihrer täglichen Arbeit ansetzen.