Kreuzschmerzen sind komplex und multifaktoriell – viele Faktoren können zur Entstehung von Beschwerden beitragen, dazu gehören auch psychologische Aspekte wie Schmerzkatastrophisierung, Angst, Stress sowie inadäquate Vorstellungen und Überzeugungen. Forschungen haben bereits gezeigt, dass Personen, die glauben, ihr Rücken sei schwach und müsste geschützt werden, mehr Angst vor Schmerzen haben und öfters Vermeidungsverhalten zeigen. In diesem Kontext spielen auch die Überzeugungen der Gesundheitsfachpersonen selbst eine Rolle, denn diese beeinflussen die Patientinnen und Patienten und können die Umsetzung einer leitliniengerechten Therapie erschweren. Es wurde bereits gezeigt, dass die Orientierung von Therapiekräften (biomedizinisch oder biopsychosozial) die Behandlungsentscheidungen beeinflusst. Bisher nicht untersucht ist der Zusammenhang zwischen den Überzeugungen von Fachpersonal zu ihrem eigenen Rücken und den Empfehlungen, die diese Kollegen dann den Betroffenen geben. Ein Forschungsteam aus der Schweiz verfolgte in seiner Querschnittstudie verschiedene Ziele: