Rund 85 Prozent der Kreuzschmerzen sind nicht-spezifischer Natur. Für Assessment und Therapiemanagement empfehlen Expertenteams einen biopsychosozialen Ansatz mit der Vermittlung von Selbstmanagementstrategien, aktiven Maßnahmen und psychologischen Interventionen. Die Physiotherapie spielt bei diesem Krankheitsbild eine Schlüsselrolle.

Die nationale Versorgungsleitlinie (NVL) nicht-spezifischer Kreuzschmerz ist in Deutschland eine Hilfe für die Entscheidungsfindung zur Wahl einer adäquaten, evidenzbasierten Therapiestrategie und soll die Versorgungsqualität verbessern. Zielgruppen sind sowohl Ärzte als auch nicht-medizinische Professionen. Der Bekanntheitsgrad der Leitlinie und die Berücksichtigung der Empfehlungen ist im Bereich der Physiotherapie allerdings noch unzureichend.