Forschung & Evidenz: Evidenz-Update
pt September 2021

Kreuzschmerzen: Werden die Empfehlungen der nationalen Versorgungsleitlinie in Deutschland befolgt?

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Rund 85 Prozent der Kreuzschmerzen sind nicht-spezifischer Natur. Für Assessment und Therapiemanagement empfehlen Expertenteams einen biopsychosozialen Ansatz mit der Vermittlung von Selbstmanagementstrategien, aktiven Maßnahmen und psychologischen Interventionen. Die Physiotherapie spielt bei diesem Krankheitsbild eine Schlüsselrolle.

Die nationale Versorgungsleitlinie (NVL) nicht-spezifischer Kreuzschmerz ist in Deutschland eine Hilfe für die Entscheidungsfindung zur Wahl einer adäquaten, evidenzbasierten Therapiestrategie und soll die Versorgungsqualität verbessern. Zielgruppen sind sowohl Ärzte als auch nicht-medizinische Professionen. Der Bekanntheitsgrad der Leitlinie und die Berücksichtigung der Empfehlungen ist im Bereich der Physiotherapie allerdings noch unzureichend.

Ein Forschungsteam aus Deutschland beschäftigte sich daher mit diesem Thema und führte eine Befragung durch. Geklärt werden sollte, wie das Therapiemanagement von Personen mit nicht-spezifischen Kreuzschmerzen derzeit in Deutschland aussieht und wie es um die Adhärenz in Bezug auf die Empfehlungen steht.

Die Forschenden entwickelten den Fragebogen auf Basis der verschiedenen NVL-Kapitel zu Diagnose und nicht-medikamentöser Therapie. Zudem wurden demografische Informationen, die Anwendung der Leitlinien sowie mögliche wahrgenommene Barrieren abgefragt. Dabei kombinierte das Forschungsteam das Multiple-Choice-Verfahren mit dichotomen Ja/Nein-Fragen. Für alle Items gab es auch explizit die Option „keine Antwort” zur Auswahl. Zur Evaluation der in der Praxisrealität eingesetzten Behandlungsmodalitäten kam eine vierstufige Likertskala zum Einsatz mit den Antwortmöglichkeiten 1 = niemals, 2 = manchmal, 3 = oft und 4 = immer.

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pt September 2021

Erschienen am 10. September 2021