Irische Forscher rekrutierten für ihre Studie 65 Patienten mit Multipler Sklerose (MS). Einschlusskriterien waren unter anderem körperliche Inaktivität und ein Wert von null bis drei auf der Patient Determined Disease Steps Scale. Ausgeschlossen wurden Personen mit erneutem Schub (Rezidiv) oder Veränderungen in der Medikation. Die Interventionsgruppe machte zehn Wochen lang Übungen analog zu den existierenden Leitlinien (mindestens 30 Minuten moderates Ausdauer- und Krafttraining zweimal wöchentlich) und erhielt zusätzlich Edukation zu Themen wie Selbstwirksamkeit, Zielsetzung, Therapieerwartungen und Barrieren. Diese Intervention war angelehnt an die Sozialkognitive Lerntheorie. Die Kontrollgruppe übte ebenfalls leitlinienbasiert und bekam eine allgemeine Edukation zu Gesundheitsthemen (zum Beispiel Vitamin-D-Haushalt, Diät, Schlaf). Zu den Zielgrößen nach drei und sechs Monaten zählten unter anderem körperliche Aktivität, Fatigue, Depression, Ängstlichkeit und Kraft. Zwischen den Gruppen gab es keine signifikanten Unterschiede, beide verbesserten sich aber im Vergleich zu Studienbeginn.