Die Abkürzung IPHiGen steht für das von der Robert Bosch-Stiftung geförderte Projekt „Interprofessionelles Handeln im Gesundheitswesen“. In Workshops arbeiteten Studierende der Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie, Pflege und Medizin in verschiedenen Settings interprofessionell an unterschiedlichen Fällen. Die Beteiligten finden die interprofessionelle Zusammenarbeit sinnvoll, wünschen sich jedoch ein größeres Angebot und mehr Praxisbezug.

Einleitung

Aufgrund des demografischen Wandels und der immer komplexer werdenden Versorgungssituation im Gesundheitswesen ist eine interprofessionelle Zusammenarbeit der verschiedenen Professionen im Gesundheitswesen bedeutend, um eine effizientere und sichere Patientenversorgung zu gewährleisten (1, 2). Für das Centre for the Advancement of Interprofessional Education (CAIPE) in Großbritannien findet interprofessionelle Ausbildung statt, „wenn zwei oder mehr Berufsgruppen mit-, von- und übereinander lernen, um die Zusammenarbeit und die Qualität der Versorgung zu verbessern“ (3). Das Rahmenkonzept der Weltgesundheitsorganisation, „Framework for Action on Interprofessional Education and Collaborative Practice“ (4), betont die Notwendigkeit interprofessionellen Lernens, um Absolventen auf das Berufsleben vorzubereiten. An diesem Punkt setzt das Projekt „IPHiGen – Interprofessionelles Handeln im Gesundheitswesen“ an. Die Hochschule für Gesundheit (hsg) wurde am 1. November 2009 als staatliche Hochschule in Bochum gegründet (5). Im Wintersemester 2017 / 2018 waren insgesamt über 1.200 Studierende eingeschrieben, 900 davon in den Gesundheitsfachberufen. An der benachbarten Ruhr-Universität Bochum (RUB) lernen über 40.000 Studierende (Stand: Wintersemester 2017 / 2018) in verschiedenen Studiengängen in 20 Fakultäten; im Fachbereich Medizin waren 3.151 Studierende eingeschrieben (6).