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Finnische Wissenschaftler randomisierten 98 Patienten nach posterolateraler Wirbelkörperfusion bei lumbaler Spondylolisthesis in zwei Gruppen: Die Übungsgruppe (n = 48) übte für zwölf Monate mindestens zwei- bis dreimal zu Hause (Gehtraining, Kräftigung und Koordination der Rumpf- und Hüftmuskulatur, mit 50 bis 70 Prozent der Maximalkraft) und wurde durch regelmäßige Auffrischungseinheiten alle zwei Monate in ihrem Hausaufgabenprogramm unterstützt (sechs Termine). Dabei wurden auch Barrieren gegen die Übungen und Ängste thematisiert. Die Probanden der Normalversorgungsgruppe (n = 50, Kontrollgruppe) erhielten nur einen einzigen Termin Physiotherapie, bei dem sie instruiert wurden, dreimal wöchentlich leichte Kraftausdauerübungen für Bauch-, Rücken- und Hüftmuskulatur zu machen, sich zu dehnen und den Gleichgewichtssinn zu schulen. Studienbeginn war drei Monate postoperativ, bis zu diesem Zeitpunkt hatten beide Gruppen eine identische medizinische Versorgung bekommen. Inkludiert wurden Personen über 18 Jahre, die eine degenerative (69 Prozent) oder isthmische (teils knorpeliger Wirbelbogen) Spondylolisthesis hatten. Zu den Ausschlusskriterien zählten unter anderem Frakturen, Tumoren, eine Parese der unteren Extremität, ernste Pathologien in Bezug auf das kardiorespiratorische oder muskuloskelettale System und postoperative Komplikationen. Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 59 Jahre, 74 Prozent waren Frauen. Das Ausmaß der Kinesiophobie (Bewegungsangst) wurde mithilfe der Tampa Scale for Kinesiophobia (TSK) evaluiert, die körperliche Aktivität maßen die Forscher mit dem International Physical Activity Questionnaire (IPAQ, siehe Kasten). Die Daten wurden präoperativ sowie drei Monate postoperativ und am Ende der zwölfmonatigen Intervention erhoben.