Unterschiedliche Ödemformen betreffen viele Menschen und werden häufig nur unzureichend erkannt und behandelt. Die Ursachen sind vielfältig, die daraus resultierende berufsübergreifende Therapie erfolgt nicht immer koordiniert. Ärzte, Therapeuten und spezialisierte Mitarbeiter aus Sanitätshäusern schließen sich aber immer öfter zusammen, um ein auf die Patienten angepasstes Therapiekonzept zu erstellen und anzuwenden.

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Um Patienten mit primären oder sekundären Lymphödemen, zum Beispiel nach schulmedizinischer Krebsbehandlung, erfolgreich zu therapieren, bedarf es heute in vielen Fällen keiner Behandlung in einer lymphologischen Fachklinik – dies konnte in einer zweijährigen Studie nachgewiesen werden (1). Regionale Zusammenschlüsse von Ärzten, Physiotherapeuten, Pflegefachkräften und geschulten Mitarbeitern der Sanitätshäuser verfolgen als „lymphologische Netzwerke“ unter ambulanten Bedingungen das Ziel einer hochwirksamen und nachhaltigen Therapie (2). Dazu ist enges Teamwork zwischen allen beteiligten medizinischen Berufen notwendig. Patienten mit Lymphödem werden nicht zuletzt durch das deutsche Gesundheitswesen zu Unrecht als Randgruppe klassifiziert, denn in Deutschland leiden mehr als zwei Millionen Menschen an einem chronischen Lymphödem (3).