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Bei Mammakarzinom (Mamma-CA) besteht noch häufig Angst, durch Training die Entstehung eines Lymphödems zu fördern. Dänische Wissenschaftler randomisierten nun 153 Frauen mit Mamma-CA, die mit Chemotherapie behandelt wurden, in zwei Gruppen: Die Interventionsgruppe erhielt für zwölf Wochen eine multimodale Intervention, unter anderem mit hochintensivem Krafttraining (85 bis 90 Prozent des Einwiederholungsmaximums). Die Kontrollgruppe erhielt Konsultationen im Eins-zu-eins-Setting und einen Schrittzähler, um ihre körperliche Aktivität aufzuzeichnen. Nach zwölf und 39 Wochen evaluierten die Forscher Zustand und Symptome des Lymphödems, Lebensqualität und Kraft der oberen Extremität. Während es hinsichtlich extrazellulärer Flüssigkeitsansammlung keine Gruppenunterschiede gab, war die Interventionsgruppe in folgenden Parametern überlegen: Armvolumen im Seitenvergleich, Schmerz, Kraft, Symptome in Brust und Arm. Die Forscher schlussfolgern, dass ein hochintensives Training sinnvoll ist und das Lymphödem bei Mamma-CA nicht verstärkt.