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Nur teilweise, so die Schlussfolgerung dieser prospektiven Studie aus Finnland. Nach Abschluss der Chemotherapie randomisierten die Forscher 537 Frauen mit Brustkrebs im Alter von 35 bis 68 Jahren in eine Interventionsstudie mit zwölf Monaten Training. 182 von ihnen wurden fünf Jahre lang hinsichtlich ihrer gesundheitsbezogenen Lebensqualität nachuntersucht . Assessment erfolgte mittels des Fragebogens 15D einmal zur Baseline und nach Ablauf der fünf Jahre. Beim Follow-up nach fünf Jahren wurden Patientinnen zusätzlich mit gesunden Altersgenossinnen hinsichtlich ihrer Lebensqualität verglichen. Diese war bei den Patientinnen sowohl signifikant als auch klinisch relevant geringer. Während sich der Gesamtscore der Lebensqualität im Verlauf der fünf Jahre Nachbeobachtung nicht wesentlich änderte, gab es doch Verbesserungen in einzelnen Bereichen, zum Beispiel im Hinblick auf Depressionen, Verzweiflung oder sexuelle Aktivität. Die Autoren schließen mit dem Fazit, dass die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Brustkrebsüberlebenden auch fünf Jahre nach der Therapie noch reduziert ist.