Türkische Wissenschaftler erforschten, ob es eine bestimmte Technik der Manuellen Therapie (MT) gibt, von der Patienten mit Gonarthrose langfristig besonders profitieren und wie effektiv Elektrotherapie im Vergleich ist. An ihrer einfach verblindeten, randomisierten Studie nahmen 72 Patienten mit bilateraler Gonarthrose teil, das Durchschnittsalter betrug 56 Jahre. Sie wurden zufällig einer der folgenden drei Gruppen zugeteilt: 1) Mobilisation with Movement (MWM, Mulligan-Konzept), 2) passive Gelenkmobilisationen oder 3) Elektrotherapie. Alle Teilnehmer erhielten zwölf Behandlungen und machten parallel dazu Übungen. Die primären Outcomes waren der Western Ontario and McMaster Universities Osteoarthritis Index (WOMAC) und der Aggregated-Locomotor-Function-Test (ALF). Sekundär erfassten die Forscher Schmerzintensität (Algometer und VAS), Bewegungsumfang (Range of Motion – ROM) und Muskelkraft (Dynamometer). Beide MT-Gruppen erreichten gegenüber der Elektrotherapiegruppe eine größere Schmerzlinderung: So hatten ihre Probanden weniger Ruhe-, Bewegungs- und Nachtschmerz – und zwar auch noch im Follow-up nach einem Jahr. Im WOMAC, ALF, ROM und in der Quadrizepskraft waren beide MT-Interventionen der Elektrotherapie ebenfalls überlegen.