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pt Oktober 2021

Mikro-RNAs im Blut geben Auskunft über Darmkrebsrisiko

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[jr] In seiner aktuellen Studie präsentiert ein Forscherteam vom Deutschen Krebsforschungszentrum und vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg eine neue Methode, um das Darmkrebsrisiko von Menschen besser vorhersagen zu können. Über die Bestimmung von sieben Mikro-RNAs (miRNAs) im Blut lässt sich das Risiko für Darmkrebs, laut den Wissenschaftlern, besser vorhersagen als mit herkömmlichen Methoden und das sogar bereits viele Jahre vor der Diagnose. Das neue Verfahren basiert auf der Messung von miRNAs im Blutserum. Inzwischen kennen Wissenschaftler bereits über Tausend verschiedene dieser Moleküle. miRNAs kontrollieren auch viele zelluläre Prozesse, die eine Entstehung von Krebs beeinflussen. Daher wird derzeit intensiv untersucht, ob bestimmte miRNA-Expressionsmuster mit dem Auftreten bestimmter Krebsarten in Verbindung stehen und damit sogar eine Vorhersage des Erkrankungsrisikos ermöglichen können. Das Forscherteam konnte nun ein Panel von sieben miRNAs identifizieren, das eng mit dem Auftreten von Darmkrebs korrelierte.

Quelle: Raut JR, et al. 2021. A microRNA panel compared to environmental and polygenic scores for colorectal cancer risk prediction. Nature Communications 2021 [Online]

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Erschienen am 12. Oktober 2021