Wie lässt sich die Mobilität eines Menschen bestimmen? Durch Fragebogen und klinische Tests schätzen Patienten und Therapeuten die Mobilität ein – da sind Abweichungen zur Realität möglich. Smartphones beinhalten eine Vielzahl an Sensoren und sind somit ein vielversprechendes Instrument, um einen besseren Einblick in die Mobilität im realen Leben zu erhalten.

Mobilität als Aktivität und Partizipation

Mobilität bedeutete bisher lediglich die Fähigkeit, sich zu bewegen – zum Beispiel zu gehen oder Treppen zu steigen. Nach den neuen Richtlinien der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der Weltgesundheitsorganisation (1) wird Mobilität als Fähigkeit definiert, sich – entweder selbstständig oder mit (Geh-)Hilfsmitteln oder Verkehrsmitteln – in seiner Umgebung zu bewegen; diese dehnt sich von den eigenen vier Wänden auf die Nachbarschaft und weitere Orte aus (2). Diese Abgrenzung zwischen funktioneller Mobilität und der Fähigkeit, sich in seinem Umfeld zu bewegen, greifen die beiden Beurteilungsmerkmale der ICF auf: