Den ganzen Körper „unter Strom setzen“ und dadurch Schmerzen verringern? Das scheint auf den ersten Blick ein ungewöhnlicher Ansatz zu sein. Forschungen zeigen aber, dass die Ganzkörper-Elektromyostimulation (EMS) eine mögliche Alternative sein könnte – vor allem für Patienten, die es nicht schaffen, ein klassisches Training langfristig und regelmäßig in ihren Alltag zu integrieren.

Patienten mit Kreuzschmerzen müssen sich bewegen, daran führt kein Weg vorbei. Die Frage ist, welche Art von Training oder Übungen effektiv sind und wie Therapeuten die Patienten motivieren können, langfristig am Ball zu bleiben. Eine Meta-Analyse (1, 2) liefert Hinweise darauf, dass die Applikation von Ganzkörper-EMS zu einer Schmerzlinderung beitragen kann. Hinzu kommt eine neue randomisierte kontrollierte Studie (3), welche die Erkenntnisse erhärtet.

Im Fokus: Intensität und Häufigkeit des Schmerzes

Basis für die Meta-Analyse (1) waren fünf eigene randomisierte kontrollierte Studien mit erwachsenen Patienten über 60 Jahre, die keine Vorerfahrung mit Ganzkörper-EMS hatten. Für die Meta-Analyse wurden Patienten dieser Studien gemäß der folgende Einschlusskriterien selektiert: