[js] Wenn Menschen im Laufe des Lebens körperlich schwächer werden, gilt das oft als harmlose Alterserscheinung. Jedoch leiden 50 Millionen Menschen weltweit unter so starkem altersbedingten Muskelschwund, der sogenannten Sarkopenie, dass sie Gefahr laufen, zu stürzen oder ihren Alltag nicht mehr selbstständig bewältigen zu können.

„Sarkopenie ist eine ernstzunehmende Gesundheitsgefahr”, warnt Tommy Cederholm, Professor für Klinische Ernährung an der Universität Uppsala in Schweden. „Das größte Problem ist die mangelnde Aufmerksamkeit, auch unter Fachleuten”, so der Geriater. Neben zu wenig Bewegung und chronischen Krankheiten kann vor allem auch die Ernährung den Kraftverlust beschleunigen. Ältere Menschen verbrauchen weniger Energie, deshalb essen sie meist auch weniger. Dabei reduziert ein Großteil einfach die Gesamtmenge der Mahlzeiten. „Im Alter kann der Körper jedoch Eiweiße schlechter verarbeiten”, erklärt Cederholm. „Deshalb müssten ältere Menschen eigentlich mehr Protein zu sich nehmen, um den Muskelabbau zu begrenzen.”