[jr] Histotripsie heißt das innovative Verfahren aus den USA, was an der Magdeburger Universitätsklinik für Radiologie im Rahmen der sogenannten #HOPE4LIVER-Studie jetzt an einem Patienten erstmalig eingesetzt wurde. Damit ist die Klinik der erste Standort in ganz Europa, der einen Patienten mit Lebertumoren innerhalb dieser klinischen Phase-I-Studie behandelt hat. Zuvor wurde das Verfahren bereits in den USA im Rahmen dieser Zulassungsstudie eingesetzt, an der zunächst nur wenige Probanden teilnehmen. Ziel ist es im ersten Schritt, die Sicherheit und Wirksamkeit der neuartigen Methode der Histotripsie zu untersuchen. Dabei handelt es sich um eine Form des fokussierten Ultraschalls, bei dem gezielt primäre und metastatische Lebertumoren mechanisch zerstört werden, ohne dass Hautschnitte notwendig sind oder Nadeln in den Körper der Erkrankten platziert werden müssen. Die neuartige Therapie bietet die Möglichkeit, Tumoren nicht-invasiv zu zerstören und könnte für viele Betroffene einen enormen Vorteil darstellen, da die Handhabung sehr schonend ist und damit auch eine ambulante Therapie möglich wäre.

Quelle: Pressemitteilung der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin Magdeburg