Die Gehfähigkeit gehört zu den elementaren Funktionen im Zusammenhang mit der Selbstständigkeit im Alltag. Gerade Patienten mit neurologischen Krankheitsbildern sind in diesem Bereich oft stark eingeschränkt – eine Verschlechterung der Lebensqualität ist die Folge. Hilfsmittel für die Verbesserung der Gehfähigkeit haben mittlerweile einen großen Stellenwert. Wichtig ist, dass die Entwicklung dem Prinzip des benutzerzentrierten Designs folgt.

Gehen ist eine der kompliziertesten und zugleich gewöhnlichsten motorischen Aktivitäten des täglichen Lebens. Mit zunehmendem Alter und bei verschiedenen Erkrankungen funktioniert der Automatismus nicht mehr wie in jungen Jahren. Der Wunsch nach einem möglichst langen, selbstbestimmten Leben und sozialer Teilhabe bleibt, die Möglichkeit dazu nimmt jedoch ab (1, 2).

Wichtige Voraussetzung für die Teilhabe sind eine gute Mobilität und Selbstständigkeit im Alltag (1, 3). Weltweit erleiden pro Jahr zirka 16 Millionen Menschen einen Schlaganfall. Rund fünf Millionen dieser Patienten weisen verschieden stark ausgeprägte Mobilitätseinschränkungen auf, welche das Alltagsleben beeinflussen (4). Ein aktiver und mobiler Lebensstil ist gerade nach Erkrankungen wie Schlaganfällen wichtig, um den allgemeinen Gesundheitszustand, die geistigen Fähigkeiten und die Muskelkraft zu erhalten.