Forschung & Evidenz: Evidenz-Update
pt April 2022

Morbus Parkinson im Frühstadium: Hat regelmäßige körperliche Aktivität einen positiven Langzeiteffekt?

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In dieser Kohortenstudie wurden Daten von 237 Betroffenen der Parkinson’s Progression Markers Initiative Study genutzt, welche Langzeiteffekte regelmäßigen Trainings und der Trainingsgewohnheiten auf Verlauf und Progression der Krankheit untersuchte. Das Trainingslevel wurde mittels Physical Activity Scale for the Elderly Questionnaire evaluiert. Verschiedene Variablen mit Einfluss auf diese Effekte wurden berücksichtigt, dazu gehörten Alter, Geschlecht, Levodopa-Äquivalenzdosen und Krankheitsdauer. Zudem führte das Team Sensitivitäts- und Subgruppenanalysen durch.

Regelmäßige körperliche Aktivität und moderate bis intensive Trainingsintensitäten vor Studienbeginn hatten keinen signifikanten Effekt auf die klinische Progression der Erkrankung. Jedoch zeigte sich, dass durchschnittliche regelmäßige Aktivität über die Zeit hinweg mit einem langsameren Abbau der posturalen Stabilität, Gangstabilität, Alltagsaktivitäten und kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit assoziiert waren. Moderates bis intensives Training stand im Zusammenhang mit einem langsameren Abbau von posturaler Stabilität und Gangstabilität; arbeitsbezogene Aktivitäten primär mit einem langsameren Abbau auf kognitiver Ebene.

Quelle: Tsukita K, et al. 2022. Long-term effect of regular physical activity and exercise habits in patients with early parkinson disease. Neurology. Jan 12 [Online]

Link zum Abstract:pt.rpv.media/ncbi35022304

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pt April 2022

Erschienen am 05. April 2022