Forscher aus Großbritannien beschäftigten sich mit dieser Thematik. Sie führten eine multizentrische, einfach verblindete, randomisierte, kontrollierte Studie durch. Das Follow-up erfolgte nach sechs und zwölf Monaten. Primäres Ziel der Studie war es, die klinische Effizienz eines neuen personalisierten Programms zur Sturzprophylaxe (PDSAFE) als Ergänzung zur üblichen Versorgung bei Morbus Parkinson zu untersuchen.

Teilnehmer waren insgesamt 474 Patienten (mittleres Alter: 72 Jahre, 56 Prozent männlich) mit Morbus Parkinson (Hoehn-und-Yahr-Stadien eins bis vier). Weitere Einschlusskriterien waren unter anderem das Wohnen zu Hause, mindestens ein Sturz innerhalb der letzten zwölf Monate, die Fähigkeit, Anweisungen zu folgen und Übungen auszuführen, und mehr als 24 Punkte beim Mini-Mental-Status-Test (MMSE). Patienten, die in einem Pflegeheim wohnten, Hilfe beim Gehen benötigten, auf einen Rollstuhl angewiesen oder bettlägerig waren, wurden von der Studie ausgeschlossen. Die Teilnehmer wurden zufällig auf zwei Gruppen aufgeteilt. Die Kontrollgruppe (n = 236) erhielt die herkömmliche Versorgung, die Interventionsgruppe (n = 238) führte zusätzlich ein individuell auf sie angepasstes, progressives PDSAFE-Programm durch. Primäre Zielgröße war das Risiko für wiederholte Stürze. Sekundäre Zielgrößen waren Beinahe-Stürze, sturzbezogene Selbstwirksamkeit, Freezing of Gait (FoG), gesundheitsbezogene Lebensqualität und die Ergebnisse im Mini-Balance-Evaluation-Systems-Test (Mini-BESTest), Chair-Stand-Test (CST), der Geriatric Depression Scale, Physical Activity Scale for the Elderly und im Parkinson’s-Disease-Fragebogen.