Beim Gehen bleiben sie plötzlich wie angewurzelt stehen oder trippeln und können nicht mehr weiter. Das kennen Patienten mit Morbus Parkinson und Freezing of Gait nur zu gut. Das plötzliche „Einfrieren“ des Ganges ist sehr störend, hilfreiche Gegenmaßnahmen sind gefragt. Claudia Barthel ist Expertin auf diesem Gebiet und informiert Sie über neue Therapiemöglichkeiten.

Was ist Freezing of Gait?

Freezing ist ein häufiges Phänomen bei Morbus Parkinson und anderen Formen des Parkinsonismus. Es kann Beeinträchtigungen beim Gehen, der Handmotorik oder beim Sprechen verursachen (1). In diesem Artikel soll es ausschließlich um die Beeinträchtigung beim Gehen, das sogenannte Freezing of Gait (FOG), gehen. FOG ist eine episodische Gehbeeinträchtigung und wird beschrieben als eine „Abwesenheit oder merkliche Verringerung des Ganges trotz der Absicht zu gehen“ (2). Personen mit Parkinson (PmP) sind somit nicht in der Lage, einen Schritt zu setzen – sie bleiben stehen oder trippeln nur minimal vorwärts. Betroffene beschreiben diese Situation als „Festkleben der Füße am Boden“ (2). Da FOG bei bis zu 80 Prozent der PmP im Laufe der Erkrankung und mit Fortschreiten des Schweregrades auftreten kann (3), ist es wichtig zu wissen, wie FOG diagnostiziert wird und welche Assessments sinnvoll sind. Welche subjektiven und objektiven Assessments zur Feststellung und Beurteilung von FOG benutzt werden können, lesen Sie im Artikel „Freezing of Gait bei Morbus Parkinson messen“ in dieser Ausgabe.