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Für diese systematische Übersichtsarbeit der Literatur recherchierten chinesische Forscher in den bekannten medizinischen Datenbanken bis Juni 2019 und inkludierten 22 Artikel, davon 21 randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 1.199 Patienten. 86 Prozent der Studien hatten einen PEDro-Score von mindestens sechs Punkten. Die Interventionen dauerten zwischen vier und 24 Wochen. Die Interventionsgruppen machten ganzheitliche Übungen für Körper und Geist, wie Tai Chi, Yoga oder Qigong. Die Kontrollpersonen erhielten zum Beispiel ein Placebo, Standard- oder keine Intervention. Neben der Lebensqualität und den depressiven Symptomen wurde die Motorik gemessen, unter anderem mit den Assessments: Unified Parkinson’s Disease Rating Scale (UPDRS) und Timed Up and Go-Test (TUG). Die Autoren weisen auf die Heterogenität der Einzelstudien hin und empfehlen für künftige Studien, Faktoren wie Krankheitsstadium, Interventionsdauer, Geschlecht und Medikation zu berücksichtigen. Die Interventionsgruppen hatten nach Studienende signifikant bessere Ergebnisse in UPDRS und TUG, sowie eine bessere Balance. Die ganzheitlichen Übungen erhöhten darüber hinaus die Lebensqualität und reduzierten depressive Symptome.