Forschung & Evidenz: Evidenz-Update
pt Juni 2022

Morbus Parkinson: Welche Effekte hat Rehabilitation mit virtueller Realität?

Lesezeit: ca. 1 Minute
connel / shutterstock.com

Mit der vorliegenden Arbeit wollte das Forschungsteam einen systematisch zusammengefassten Überblick zur aktuellen Evidenz der Effektivität von VR-Therapie (virtuelle Realität) bei Menschen mit Parkinson geben. Hierzu screente das Team medizinische Datenbanken nach geeigneten systematischen Übersichtsarbeiten und Metaanalysen aus randomisierten kontrollierten Studien bis einschließlich Januar 2022. Die Qualität der inkludierten Publikationen wurde mittels Assessing the Methodological Quality of Systematic Reviews 2 (AMSTAR-2) und die der Evidenz mithilfe des Grading of Recommendations, Assessment, Development and Evaluation (GRADE) bewertet.

Das Team erstellte zudem eine Evidenz-Map zur Abbildung der Evidenzbasis in fünf Dimensionen: Effektgröße der VR-Therapie vs. aktive Intervention (AT), Bereich der klinischen Outcomes, Studienanzahl, statistische Signifikanz und Sicherheit der Evidenz. Von 585 Publikationen wurden zwölf inkludiert. Eine davon war von moderater, drei von niedriger und acht von kritisch niedriger Qualität. Im Vergleich zu AT verbesserte VR-Therapie die Schrittlänge, das Gleichgewicht und neuropsychiatrische Symptome. Im Vergleich zu passiven Interventionen hatte VR-Therapie einen größeren Effekt auf die Ganggeschwindigkeit, Schrittlänge, Gleichgewicht, Aktivitäten des täglichen Lebens und Haltungskontrolle bei Menschen mit Parkinson. Die Qualität der Evidenz reichte von niedrig bis moderat.

Quelle: Lu Y, et al. 2022. The effectiveness of virtual reality for rehabilitation of parkinson disease: an overview of systematic reviews with meta-analyses. Syst. Rev. 11, 1: 50

Link zum Abstract:pt.rpv.media/ncbi35305686

Dieser Artikel ist erschienen in

pt Juni 2022

Erschienen am 10. Juni 2022