[mk] Internationale Experten aus Neurologen und Immunologen haben einen neuen Ansatz bei der Therapie von Multipler Sklerose erforscht. Das geschwächte Immunsystem sollte mithilfe von Stammzellen unterstützt werden. Als Indikator dienten weiße Blutkörperchen als zentraler Bestandteil bei der Immunabwehr. Es galt herauszufinden, ob dieser neue Ansatz im Vergleich zur konventionellen Behandlung Auswirkungen auf den Krankheitsfortschritt bei den Betroffenen hat.

In ihrer Studie integrierten die Wissenschaftler 110 Patienten mit schubförmig verlaufender MS, die im Durchschnitt 36 Jahre alt waren. Aufgrund ihres allgemeinen Gesundheitszustandes wurden die Teilnehmer auf der MS-Bewertungsskala EDSS mit Werten zwischen 2,0 und 6,0 bewertet und zufällig einer von zwei Gruppen zugeordnet: Die Versuchsgruppe erhielt die neue Stammzellentherapie, während der Kontrollgruppe klassische Medikation verabreicht wurde. Diese gehörte entweder einer anderen Wirkstoffklasse an oder fiel höher dosiert aus als bei ihrer regulären MS-Behandlung. Während der circa dreijährigen Nachbeobachtung schritt das Krankheitsbild in der Stammzellengruppe bei drei Patienten voran, in der Kontrollgruppe bei 34. Gleichzeitig konnte sich die EDSS-Bewertung bei der Stammzellenbehandlung im Mittel von 3,4 auf 2,4 verringern; bei den Patienten in der konservativen Gruppe stieg der gemittelte Wert von 3,3 auf 4,0 an.