Forschung & Evidenz: Evidenz-Update
pt Januar 2022

Multiple Sklerose: Hat die motorische Rehabilitation einen Einfluss auf die Neuroplastizität?

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Menschen mit Multipler Sklerose (MS) profitieren von motorischer Rehabilitation und körperlicher Aktivität – das ist bekannt. Die Ansätze sind aber oftmals nicht standardisiert und der Einfluss auf die Neuroplastizität ist unklar. Zu den Effekten von Rehabilitation auf struktureller Ebene gehören Remyelinisierung, neuroaxonale Regeneration, neuronale Aussprossung und Synaptogenese. Auf funktioneller Ebene gibt es adaptive Umorganisationen in neuronalen Netzwerken. Zur sinnvollen und effektiven Planung rehabilitativer Maßnahmen ist es auch notwendig, das Verständnis für die Mechanismen auf neuronaler Ebene zu verbessern. Dann könnten künftig eventuell neben klinischen Faktoren auch MRI-Befunde für die Zuteilung von Patienten zu effektiven Maßnahmen genutzt werden. Zudem ließen sich die Therapien möglicherweise individueller auf die einzelnen Betroffenen zuschneiden.

Forschende aus den USA gingen daher im Rahmen einer systematischen Übersichtsarbeit mit Metaanalyse der Frage nach, welchen Einfluss die motorische Rehabilitation auf die Neuroplastizität hat. Der Fokus lag dabei auf MRI-Markern für funktionelle Konnektivität und strukturelle Veränderungen.

Das Autorenteam recherchierte bis November 2020 in bekannten medizinischen Datenbanken nach relevanten Primärstudien zum Thema.

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Erschienen am 11. Januar 2022