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An dieser belgischen Studie nahmen 28 Patienten mit Multipler Sklerose (MS) und 29 gesunde Kontrollpersonen teil. Untersucht wurde, ob Patienten in der Lage sind, ihre Schritte an ein Metronom beziehungsweise an Musik anzupassen und welche Auswirkungen dies auf die Zielgrößen Fatigue und Gang hat. Außerdem erforschten sie den Einfluss von kognitiven Einschränkungen. Die Teilnehmer gingen jeweils drei Minuten lang unter den folgenden Modalitäten: präferierte Kadenz (Schrittzahl pro Minute), zwei Prozent mehr sowie vier, sechs, acht und zehn Prozent mehr. Grundsätzlich konnten sich die Patienten allen Tempi anpassen, sowohl mit Metronom als auch mit Musik. Die Synchronisationsfähigkeit war höher beim Metronom, bei der Musik berichteten die Patienten allerdings über weniger Fatigue. Kognitiv eingeschränkte Personen konnten sich nicht beliebig an ein Tempo anpassen. Die Autoren schlussfolgern, dass auditiver Input Patienten mit MS helfen könnte, ihr Gangbild zu verbessern.