Bei manchen Patienten mit Multipler Sklerose (MS) ist die stationäre Rehabilitation sehr erfolgreich, bei anderen weniger. Diese Umstände untersuchten italienische Wissenschaftler retrospektiv. Sie verglichen die Anfangs- mit den Endbefunden von 655 MS-Patienten, die eine multidisziplinäre Rehabilitation erhalten hatten, und extrahierten die relevanten Vorhersagefaktoren (Prädiktoren) für den Therapieerfolg. Die Patienten waren zu rund 62 Prozent weiblich und durchschnittlich 51 Jahre alt. Sie erhielten von Montag bis Samstag verschiedene individuelle Therapiemaßnahmen (mindestens 500 Minuten pro Woche), zum Beispiel Bewegungs-, Atem-, Schmerz-, Schluck-, Sprach-, kognitive oder psychologische Therapie. Die Untersuchung erfolgte unter anderem mithilfe des modifizierten Barthel-Index, der Expanded Disability Status Scale (EDSS) und der Numerischen Schmerzskala (NRS).