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Diese internationale Studie enthält Daten von 279 Patienten mit Multipler Sklerose (MS) aus 17 Einrichtungen in Europa. Abhängig von Erfolg oder Misserfolg einer vorausgegangenen multimodalen Reha-Maßnahme wurden die Patienten in zwei Gruppen geteilt: eine, deren Mobilität sich verbessert hatte (Responder), und eine, die nicht von der Therapie profitiert hatte (Non-Responder). Außerdem gab es zwei Subgruppen bezogen auf den Behinderungsgrad durch die MS, nämlich leicht und mittelschwer. In beiden Subgruppen verbesserten sich diejenigen Patienten deutlicher, die mehr individuelle Therapie erhalten hatten. Rund 61 Prozent der leicht betroffenen Responder führten Krafttraining durch, während rund 69 Prozent der Non-Responder in dieser Subgruppe vorwiegend Dehnungsübungen erhielten. Bei den mittelschwer Betroffenen absolvierten circa 31 Prozent der Responder aerobes Training, wohingegen etwa 50 Prozent der Non-Responder mit Dehnungen und passiven Mobilisationen behandelt wurden. Somit zeigt sich, dass offenbar die aktiven Therapiemaßnahmen im Zusammenhang mit dem Therapieerfolg stehen. Diese Erkenntnisse könnten helfen, effektive Therapiemaßnahmen für Patienten mit MS stärker im klinischen Reha-Alltag umzusetzen.