Neurologie

Diese französisch-italienische Studie untersuchte 30 Patienten mit Multipler Sklerose (MS) mithilfe funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT). Die Forscher wollten darstellen, wie sich ein multidisziplinäres Reha-Programm auf das Gehirn Betroffener auswirkt. Die Patienten waren durchschnittlich rund 50 Jahre alt und seit 16 Jahren erkrankt (+/- 8,5 Jahre), ihre Symptome waren mittelschwer. Während der fMRT erfüllten die Patienten mehrere Aufgaben. Zum Beispiel stellten sie sich mithilfe von Fotos eine Aktivität vor und führten diese dann mental durch. 

Die fMRT wurde zu drei Zeitpunkten durchgeführt und zwar nach Inklusion in die Studie, zu Beginn der Rehabilitation und nach drei Monaten Reha. Die Ergebnisse zeigen, dass eine multidisziplinäre Reha nicht nur eine Verbesserung der Aktivität und Partizipation im Alltag bewirkt, sondern auch zu einem veränderten Aktivierungsmuster von Gehirnarealen führt und somit zu einer Reorganisation des Gehirns bei MS-Patienten.

Quelle: Péran P, et al. 2020. Neuroplasticity and brain reorganization associated with positive outcomes of multidisciplinary rehabilitation in progressive multiple sclerosis: a fMRI study. Mult. Scler. Relat. Disord. May 6. [Epub ahead of print]

Link zum Abstract: pt.rpv.media/ncbi32438326