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Deutsche Wissenschaftler untersuchten in ihrer Kohortenstudie, welche physiotherapeutischen Maßnahmen chronisch schwerkranke Patienten während einer stationären Reha erhalten hatten. Alle Patienten hatten durch einen Aufenthalt auf der Intensivstation (ITS) eine Muskelschwäche erworben. Die primäre klinische Zielgröße war die Gehfähigkeit. 150 Patienten nahmen an der Studie teil. Diejenigen, die ihre Gehfähigkeit nach der ITS wiedererlangten, hatten in den ersten beiden Wochen der Rehabilitation überwiegend Gehen geübt (48 Minuten pro Woche) sowie Aufstehen vom Sitzen (20 Minuten) und Balance im Sitzen (rund zwölf Minuten). Die Patienten, die nicht wieder gehfähig wurden, hatten die beiden letztgenannten Maßnahmen ebenfalls erhalten, außerdem wurden sie passiv-assistiv mobilisiert (rund 15 Minuten pro Woche), ohne Gehübungen. Hatten die Patienten in der Therapie mehr Gangschule, so stieg auch die Wahrscheinlichkeit für eine spätere selbstständige Gehfähigkeit.