Ja, so das Ergebnis einer multizentrischen Studie. Die Forscher randomisierten 82 akute und chronische Schlaganfall-Patienten entweder in eine konventionelle Übungsgruppe mit zielgerichteten Bewegungen (Task-Oriented Therapy – TOT) oder eine Experimentalgruppe mit der gleichen Therapie plus Myoelectrically Controlled Functional Electrical Stimulation (MeCFES). Dabei handelt es sich um ein System, bei dem der Patient bestmöglich die paretische Muskulatur willkürlich kontrahiert; die resultierende, wenn auch schwache elektrische Aktivität der betreffenden Muskulatur im EMG triggert dann eine zusätzliche elektrische Stimulation durch das Gerät. Auch die synergistisch arbeitende Muskulatur soll dadurch besser rekrutiert werden. Beide Gruppen erhielten 25 Therapieeinheiten zu je 45 Minuten, die innerhalb von fünf bis sechs Wochen stattfanden. Die klinischen Zielgrößen wurden mithilfe folgender Assessments gemessen: Action-Research-Arm-Test (ARAT), Fugl-Meyer-Assessment für die obere Extremität (FMA-UE) und Disability of the Arm, Shoulder and Hand Questionnaire (DASH). 68 Probanden im durchschnittlichen Alter von 66,2 Jahren, deren Apoplex zwischen 0,8 und 19,1 Monaten zurücklag, beendeten die Studie. Für die Nachuntersuchung fünf Wochen später standen 45 von ihnen zur Verfügung. In beiden Gruppen gab es Verbesserungen im ARAT und FMA-UE. Die subakuten Probanden, bei denen der Schlaganfall weniger als sechs Monate zurücklag, profitierten mehr von der Experimentalintervention (57,9 Prozent) als von der Standardversorgung (33,2 Prozent). Die Autoren weisen darauf hin, dass die Studie nicht die geplante Stichprobengröße erreichte und somit nur eingeschränkt aussagekräftig ist.