Frühere Forschungen belegen, dass die Evaluation psychosozialer Faktoren in der Therapie von Menschen mit muskuloskelettalen Erkrankungen sehr wichtig ist. Insbesondere maladaptive Kognitionen (zum Beispiel Schmerzkatastrophisierung) und Emotionen (zum Beispiel Angst vor Bewegung) tragen zu einem ungünstigen Vermeidungsverhalten bei. Kognitiv-affektive Faktoren beeinflussen die Wahrnehmung von Schmerzen und Einschränkungen. Dies kann über die Zeit gegebenenfalls zu einem maladaptiven Schmerzverhalten führen. Die Folge ist ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von chronischen Schmerzen. Daher ist es wichtig, dass Kliniker in der Lage sind, ein maladaptives Schmerzverhalten frühzeitig zu erkennen. Dieser Aspekt wird in der Rehabilitation noch nicht ausreichend berücksichtigt oder dokumentiert.