Diese Studie stammt aus den USA und nutzt die Daten der vorangegangenen longitudinalen Kohortenstudie „Optimal Screening for Prediction of Referral and Outcome“ (OSPRO): Daran nahmen insgesamt 440 Probanden teil, die aufgrund von Schmerzen im Bereich Schulter, Nacken, Knie oder Lendenwirbelsäule einen Physiotherapeuten aufgesucht hatten. Als klinische Zielgrößen wurden zu Therapiebeginn und vier Wochen später Schmerzintensität, Behinderung und schmerzbezogener Disstress gemessen. Weitere Zielgrößen, die sechs und zwölf Monate nach der Erstuntersuchung abgefragt wurden, waren Medikation (Gebrauch von Opioiden), Injektionen, Operationen, weiterführende Diagnostik oder das Aufsuchen einer Notaufnahme aufgrund von Schmerzen. 43 Prozent (n = 106) der insgesamt 246 Probanden, die für das Follow-up nach zwölf Wochen noch verfügbar waren, nutzten weiterhin Leistungen des Gesundheitssystems wegen ihrer Schmerzen. Folgende Faktoren waren wichtige Prädiktoren dafür, ob jemand das Gesundheitssystem auch nach Ende der Physiotherapie weiterhin in Anspruch nahm: Ausmaß der Behinderung zu Therapiebeginn, Veränderungen in Schmerzintensität, Behinderung und Disstress in den ersten vier Wochen der Therapie.