Arbeiten Sie bereits eng mit Logopäden zusammen? Nein? Dann sollten Sie unbedingt diesen Beitrag lesen. Er zeigt anhand eines interessanten Fallbeispiels eine mögliche Zusammenarbeit von Logo- und Physiotherapeuten bei Kindern mit myofunktionellen Störungen (MFS) auf.

Myofunktionelle Störungen (MFS) sind unter anderem durch einen inkompletten Lippenschluss, eine interdentale beziehungsweise adentale Zungenruhelage sowie ein pathologisches Schluckmuster charakterisierbar (1, 2). Muskuläre Dysbalancen im faziooralen Trakt (FOT) bewirken eine eingeschränkte Funktionsnutzung und somit eine Retardierung des Weichteilgewebes, zum Beispiel in Form einer verkürzten und atonischen Oberlippe (1). Eine interdentale Lage der Zunge kann zu einem offenen Biss und einem viszeralen Schluckmuster führen (1).