Am 9. September 2019 trafen sich rund 500 Teilnehmer auf Einladung des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände (SHV) in Berlin. Zu Gast waren neben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auch viele weitere Akteure aus der (physio-)therapeutischen Berufspolitik. Viele von uns fragen sich nun: Wie wird es nach dem Terminservice- und Versorgungsgesetz weitergehen?

 

Ich bin dann mal demonstrieren

Hätte man einen Physiotherapeuten ab, sagen wir mal, 2012 von allen Nachrichtenkanälen ferngehalten – was beim Arbeitsaufkommen in durchschnittlichen Physiotherapiepraxen durchaus vorkommen könnte –, und würde man diesen Kollegen nun mit der berufspolitischen Realität der Branche im Jahr 2019 konfrontieren, er wäre vermutlich sehr erstaunt, wenn nicht gar verwirrt. 

Es hat sich in den letzten Jahren viel getan. Im Frühjahr 2017 ist unter dem damaligen Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) das Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) in Kraft getreten (1). Nur zwei Jahre später, im Mai 2019, kam schon das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) (2).