Es gibt kein „Schema F“ für Patienten mit unspezifischem Rückenschmerz. Deswegen werden aktuell verschiedene Therapiestrategien erforscht, wobei vor allem die langfristige Effektivität einer Therapie und das Eigenmanagement der nicht-chronischen Patienten eine wesentliche Rolle spielen. Das so zu verringernde Chronifizierungsrisiko und die Reduktion der Folgekosten sind ganz im Sinne der evidenzbasierten Physiotherapie.

Teure Rückenschmerzen

Allein in der Schweiz entsteht jährlich ein direkter und indirekter Kostenaufwand (Behandlungskosten und Krankheitstage) für muskuloskelettale Beschwerden, der rund 13 Prozent der gesamten Krankheitskosten entspricht (1). Deutschland verzeichnete durch Rückenschmerzen und deren Folgen sogar Kosten in Höhe von circa 48 Milliarden Euro pro Jahr (2). Im Laufe der letzten Jahre rückte auch die Frage nach der physiotherapeutischen Qualität und der damit verbundenen Kostensituation immer mehr in den Fokus. Es wurden alte Prinzipien hinterfragt und neue Therapiestrategien entwickelt. Doch wie lauten die Tatsachen? Sind die aktuellen Ansätze effektiv und effizient?