Rund 1.000 Teilnehmer konnten sich im Mai beim Deutschen Olympischen Sportärztekongress in Hamburg über die neuesten Erkenntnisse aus der bewegungsbezogenen Forschung austauschen. Die Konferenz wurde von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) und der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) organisiert. Der Sportwissenschaftler Dr. Jan Wilke fasst einige der Vorträge für Sie zusammen.

Schneller auf dem Berg

Seit vielen Jahren bereiten sich Spitzenathleten unter Hypoxiebedingungen auf Wettkämpfe vor. Insbesondere wird angenommen, dass das Training in größeren Höhen zu einer vermehrten Produktion roter Blutkörperchen (Erythropoese) führt. Bisher wurde dabei meist empfohlen, mit eher moderaten Trainingsintensitäten zu arbeiten. Diesbezüglich könnte jedoch ein Paradigmenwechsel bevorstehen: Grégoire Milletvon der Universität Lausanne (Schweiz) stellte in seinem Vortrag neue Trends im Hypoxietraining vor. Ein ergometerbasiertes Repeated-Sprint-Training mit hochintensiven Intervallen führe in der Höhe gegenüber einem identischen Training unter Normalbedingungen zu einer deutlich größeren Steigerung der Ermüdungswiderstandsfähigkeit.